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KI-Tools für Videos 2026: Welche beim Schneiden und Untertiteln helfen

Untertitel, Clips aus langen Aufnahmen, Skripte, Übersetzungen: Für fast jeden Arbeitsschritt gibt es inzwischen ein KI-Tool. Hier steht, welche davon im Alltag mit dem Smartphone wirklich Zeit sparen, was sie kosten und wo du rechtlich aufpassen musst.

Von André BaumeisterStand: Oktober 202610 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Für die meisten Firmenvideos reichen zwei Arten von KI-Tools: ein KI-Chat wie ChatGPT, Gemini oder Claude für Ideen und Skript, und die KI-Funktionen einer kostenlosen Schnitt-App wie Edits oder Adobe Premiere Mobile für automatische Untertitel und besseren Ton.

Für Spezialfälle kommen OpusClip (lange Aufnahmen in kurze Clips zerlegen), Submagic (Untertitel im Browser) und ElevenLabs (Sprachfassungen) dazu. Seit dem 2. August 2026 gilt in der EU eine Kennzeichnungspflicht für täuschend echte KI-Inhalte. Sora von OpenAI wird eingestellt.

Welche KI-Tools helfen beim Videoschnitt wirklich?

Wirklich hilfreich sind die Tools, die auf deinem Handy oder in einem Browser-Tab laufen und beim ersten oder zweiten Versuch ein brauchbares Ergebnis liefern. Alles, was lange Upload-Schleifen, zehn Anläufe mit neuen Prompts oder ständiges Nachjustieren verlangt, kostet dich im Arbeitsalltag mehr Zeit, als es spart. Mit diesem Maßstab haben wir die Tools ausgewählt.

Den größten Zeitgewinn bringt KI übrigens vor und nach dem Dreh: Ideen sammeln, Skript schreiben, Postingtexte formulieren. Dafür musst du kein Video hochladen. Beim Schnitt selbst stecken die nützlichsten Funktionen schon in den Schnitt-Apps, die du ohnehin brauchst.

Stand Oktober 2026. Dollar-Preise laut Anbieterseite, ohne Angabe zur Mehrwertsteuer. Preise ändern sich häufig.
AufgabeEmpfehlungKostenHinweis
Untertitel auf dem HandyEdits, Premiere MobilekostenlosEdits auch zweisprachig
Untertitel im BrowserSubmagic19 bis 69 € im Monatdeutsche Produktseite, Preise in Euro
Lange Aufnahme in kurze ClipsOpusClip60 Gratis-Minuten im Monat, danach ab 15 $gratis mit Wasserzeichen
Skript, Ideen, ShotlistChatGPT, Gemini, Claudekostenlos, Abos ca. 21 bis 23 € im Monatkein Video-Upload nötig
Stimme und ÜbersetzungElevenLabs, YouTube Auto-Dubbingab 5 $ im Monat, YouTube kostenlosGratis-Stufe von ElevenLabs nicht für kommerzielle Nutzung
Videos generierenGoogle Veo (Gemini), Adobe Fireflyab 21,99 € bzw. 10,98 € im MonatKennzeichnung prüfen

KI-Untertitel automatisch auf Deutsch erstellen

Automatische Untertitel auf Deutsch bekommst du kostenlos in den Schnitt-Apps Edits (Meta) und Adobe Premiere Mobile. Sie hören die Tonspur ab, schreiben den Text mit und legen ihn zeitlich passend ins Video. Für Reels und TikTok sind fest ins Bild eingebrannte Untertitel üblich, weil viele Menschen ohne Ton schauen. Welche dieser Apps insgesamt besser zu dir passt, vergleichen wir ausführlich im Artikel CapCut oder Edits.

Unsere Empfehlung für Reels

Edits (Meta)

kostenlos · iPhone und Android

Die Schnitt-App von Instagram ist komplett kostenlos und hat keine der AGB-Probleme, die bei CapCut diskutiert werden. Praktisch für Firmen mit internationaler Kundschaft oder gemischtsprachigem Team: Seit einem Update vom 5. Juli 2026 zeigt Edits auf Wunsch zwei Sprachen gleichzeitig im Bild.

  • +Automatische Untertitel auf Deutsch
  • +Seit Juli 2026 zweisprachige Untertitel in 15 Sprachen, darunter Deutsch und Englisch
  • +Person vom Hintergrund freistellen, ohne Greenscreen
  • –Meta schreibt selbst, dass sich das kostenlose Angebot künftig ändern kann
  • –Stark auf Instagram ausgerichtet

Kostenlos, jetzt auch für Android

Adobe Premiere Mobile

kostenlos · Kernfunktionen ohne Abo

Adobe hat die Handy-Version von Premiere im September 2025 für das iPhone gestartet. Die Kernfunktionen kosten nichts, und du bekommst kein Wasserzeichen ins Video. Seit dem 22. September 2026 gibt es die App auch für Android, dort aber noch mit kleinerem Funktionsumfang bei den Untertiteln.

  • +Animierte Auto-Untertitel
  • +Sprachverbesserung (Enhance Speech) und Hintergrund entfernen
  • +Export in 4K ohne Wasserzeichen, ohne Abo
  • –Android-Version erst seit 22.09.2026, braucht Android 13 und 5 GB Arbeitsspeicher
  • –Auf Android hat Adobe bessere Untertitel erst angekündigt
  • –Generative Zusatzfunktionen verbrauchen Firefly-Credits; wie viele gratis enthalten sind, geben Quellen unterschiedlich an

Bekannt, aber mit Vorbehalt

CapCut

ab 11,99 € im Monat · App Store DE: Standard 11,99 €, Pro 23,99 € im Monat oder 109,99 € im Jahr

CapCut ist die bekannteste Schnitt-App mit KI-Funktionen und kann alles, was Edits und Premiere Mobile können. Für private Clips ist das eine Abwägung, die jede:r selbst trifft. Für Firmenvideos sehen wir sie wegen der Nutzungsbedingungen kritisch.

  • +Viele KI-Funktionen in einer App
  • +Für iPhone, Android, Browser und Computer
  • –Umstrittene Nutzungsbedingungen seit Juni 2025 (siehe Hinweis unten)
  • –Auto-Untertitel in der Gratis-Version nur eingeschränkt; was genau gratis ist, wechselt häufig
  • –Im Browser und am Computer gelten andere Preise als in der App

Untertitel im Browser

Submagic

19 bis 69 € im Monat · drei Tarife laut submagic.co

Wenn du gestaltete Untertitel für viele Kurzvideos brauchst und lieber am Rechner arbeitest, ist Submagic eine Option. Laut Vergleichsseiten kannst du einige wenige Videos kostenlos testen, bevor du ein Abo abschließt.

  • +Deutsche Produktseite und Preise in Euro
  • +Untertitel plus automatischer Schnitt für Kurzvideos
  • –Läuft im Browser: Video muss erst vom Handy hochgeladen werden
  • –Dein Video landet beim Anbieter, Datenschutz vorher prüfen

Untertitel immer einmal gegenlesen

Automatische Spracherkennung ist gut, aber nicht fehlerfrei. Das Spracherkennungsmodell Whisper von OpenAI, auf dem viele Transkriptions-Tools aufbauen, kam im Forschungspaper der Entwickler (Radford u. a., 2022) bei deutschen Testaufnahmen (Modell large-v2) je nach Datensatz auf 4,5 bis 11,2 Prozent falsch erkannte Wörter. Typische Stolperstellen sind Firmennamen, Fachbegriffe und Zahlen. Lies deshalb jeden Untertitel einmal durch, bevor das Video online geht.

Gleich mit erledigen: Ton retten und Hintergrund freistellen

Enhance Speech in Premiere Mobile filtert Rauschen und Hall aus Sprachaufnahmen. Das hilft bei Aufnahmen, die schon im Kasten sind, etwa wenn im Hintergrund unerwartet die Lüftung lief. Ein Ansteckmikrofon ersetzt es nicht: Guter Originalton klingt besser als reparierter, und bei starkem Lärm kann die Verbesserung künstlich klingen.

Das automatische Freistellen in Edits und Premiere Mobile trennt dich vom Hintergrund. Bei ruhiger Kamera und klarer Silhouette klappt das sauber, bei Haaren in Bewegung oder randlosen Brillen sieht man Kanten.

Aus einem langen Video kurze Clips machen

Für lange Aufnahmen wie Webinare, Vorträge oder Interviews lohnt sich OpusClip. Du lädst die Aufnahme hoch, das Tool sucht passende Ausschnitte heraus, schneidet sie ins Hochformat und setzt Untertitel. Das spart dann Zeit, wenn du aus 45 Minuten Material zehn Kurzclips brauchst.

Für Webinare und Vorträge

OpusClip

ab 15 $ im Monat · Pro 29 $, laut opus.pro, US-Dollar ohne Angabe zur Mehrwertsteuer

Prüfe jeden vorgeschlagenen Clip, bevor du ihn postest. Die KI wählt nach Mustern aus und kennt den Zusammenhang deiner Inhalte nicht.

  • +60 Minuten Material im Monat kostenlos
  • +Funktioniert mit deutscher Sprache
  • +Clips mit Untertiteln im Hochformat
  • –Gratis nur mit Wasserzeichen
  • –Gratis-Exporte stehen nur drei Tage zum Download bereit
  • –Läuft im Browser, nicht als Handy-App

Für typische Social-Media-Videos aus acht bis zehn kurzen Einstellungen brauchst du so ein Tool nicht. Da bist du in der Schnitt-App von Hand schneller, und dein Gefühl für Rhythmus macht das Video am Ende besser als ein automatischer Rohschnitt. Einen Überblick über die Apps findest du bei den besten Apps zum Videos schneiden.

ChatGPT, Gemini oder Claude für Skript, Ideen und Shotlist

Ein KI-Chat ist das nützlichste KI-Werkzeug für Videos, weil er die Schreibarbeit vor und nach dem Dreh abnimmt. Welchen der drei großen Anbieter du nimmst, spielt für diese Aufgaben kaum eine Rolle. Alle drei liefern schon in der kostenlosen Version brauchbare Ergebnisse.

Stand Oktober 2026. ChatGPT- und Claude-Preise laut Preisvergleichsseiten, September 2026.
KI-ChatGratis-VersionBezahlversion (Deutschland)
ChatGPT (OpenAI)jaPlus 22,99 € im Monat, die Stufe Go ist günstiger
Gemini (Google)jaAI Plus 4,99 €, AI Pro 21,99 € im Monat
Claude (Anthropic)jaPro ca. 21 € im Monat

So sieht ein Ablauf aus, der sich in Andrés Team bewährt hat:

  1. 1Branche, Zielgruppe und Plattform einmal beschreiben und 20 Video-Ideen anfordern.
  2. 2Die beste Idee zu einem Rohskript für 30 bis 45 Sekunden ausbauen lassen, mit Einstieg für die ersten drei Sekunden.
  3. 3Das Skript laut vorlesen und so lange umschreiben, bis es nach dir klingt und nicht nach Werbung.
  4. 4Eine Shotlist vorschlagen lassen: welche Einstellung in welcher Reihenfolge, im Hochformat. Prüfe sie, bevor du sie übernimmst.
  5. 5Nach dem Dreh das Transkript in den Chat kopieren und Postingtexte für jede Plattform erstellen lassen.

Video mit KI übersetzen und vertonen

Für fremdsprachige Fassungen deiner Videos gibt es zwei Wege: ElevenLabs erzeugt eine KI-Stimme oder übersetzt die Tonspur, und YouTube vertont Videos bei berechtigten Kanälen automatisch und kostenlos. Für persönliche Geschichten, Meinungen und Employer Branding bleibt deine echte Stimme die bessere Wahl. Eine KI-Stimme wirkt dort distanziert, auch wenn sie gut klingt.

Für Sprachfassungen

ElevenLabs

ab 5 $ im Monat · Starter, Creator 22 $, laut elevenlabs.io, zeitweise Aktionspreise

Sinnvoll ist ElevenLabs dort, wo ohnehin klar ist, dass ein geschriebener Text gesprochen wird: englische Zweitfassungen, sachliche Produkterklärungen oder eine Probefassung, um vor dem Dreh das Timing des Skripts zu testen. Für Firmenvideos brauchst du mindestens den Starter-Tarif, weil erst der die kommerzielle Nutzung erlaubt.

  • +Sprachausgabe, Klonen der eigenen Stimme und Übersetzen in mindestens 29 Sprachen
  • +Starter-Tarif mit 30.000 Credits, Stimm-Klon und kommerzieller Lizenz
  • +Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenspeicherung in der EU als Tarif-Option
  • –Gratis-Stufe (10.000 Credits, etwa 10 Minuten) darf nicht kommerziell genutzt werden
  • –Veröffentlichte KI-Stimmen können unter die Kennzeichnungspflicht fallen
  • –US-Anbieter: Stimmdaten sind personenbezogen, vorher Datenschutz klären

YouTube Auto-Dubbing

YouTube bietet für berechtigte Kanäle automatische Synchronfassungen an, unter anderem zwischen Deutsch und Englisch. Die Funktion ist kostenlos und bei diesen Kanälen standardmäßig aktiv. Ob dein Kanal dazugehört und wie du die Fassungen prüfst oder abschaltest, steht in der YouTube-Hilfe. Viele Unternehmen kennen die Funktion gar nicht.

Meta bietet für Reels mit „Meta AI Translations" ebenfalls automatische Übersetzungen mit Lippensynchronisation an. Ob und in welchem Umfang das in der EU verfügbar ist, konnten wir nicht verlässlich klären.

Welche KI kann Videos erstellen?

In Deutschland gut nutzbar sind Google Veo im Gemini-Abo und Adobe Firefly. OpenAI hat am 24. März 2026 angekündigt, die Sora-App und die zugehörige Schnittstelle einzustellen. Sora solltest du deshalb nicht mehr einplanen, auch wenn ältere Artikel es noch empfehlen.

  • Google Veo: steckt im Abo Google AI Pro für 21,99 € im Monat, dort aktuell als „Veo 3.1 Lite". Seit Januar 2026 erstellt Veo in der Gemini-App direkt Hochformat (9:16). Jedes Video bekommt ein sichtbares Wasserzeichen und eine unsichtbare Markierung (SynthID). Das größere Abo AI Ultra kostet ab 99,99 € im Monat.
  • Adobe Firefly: Standard 10,98 €, Pro 21,99 € im Monat. Neben Adobes eigenem Videomodell sind in den Premium-Funktionen auch Modelle anderer Anbieter eingebunden, zum Beispiel Veo 3.1 Fast.

Für den Alltag mit dem Smartphone bleibt die Videogenerierung trotzdem ein Nebenschauplatz. Prompt schreiben, warten, verwerfen, neu versuchen: Das ist genau die Schleife, die im Arbeitsalltag Zeit frisst. Für kurze animierte Einblendungen ist ein KI-Standbild mit Bewegungseffekt in der Schnitt-App meist schneller. Und fotorealistische KI-Szenen können unter die Kennzeichnungspflicht fallen.

KI-Stimme und KI-Bilder: Was muss ich kennzeichnen?

Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, und zwar auch für Unternehmen, die KI-Tools nur nutzen (im Gesetz „Betreiber" genannt). Die Frist wurde durch das Änderungspaket „Digital Omnibus" nicht verschoben, verlängert wurden nur Fristen für Hochrisiko-KI.

Für die Praxis heißt das nach unserer Einschätzung: Wenn du selbst vor der Kamera stehst, mit deiner eigenen Stimme sprichst und KI nur für Skript, Untertitel und Tonverbesserung nutzt, erzeugst du keinen täuschend echten KI-Inhalt. Aufpassen musst du bei geklonten Stimmen, KI-Avataren und fotorealistischen KI-Bildern oder KI-Szenen.

KI-Musik nach dem GEMA-Urteil

KI-Musikgeneratoren wie Suno sind für Firmenvideos rechtlich derzeit die unsicherste Kategorie. Lizenzierte Musikbibliotheken sind der sicherere Weg; welche sich lohnen, steht im Artikel zu lizenzfreier Musik für Firmenvideos.

Eine Ausnahme ist Eleven Music von ElevenLabs. Der Dienst startete im August 2025 und wurde mit Lizenzpartnern aus der Musikbranche aufgebaut, darunter Merlin und Kobalt. Er ist für die kommerzielle Nutzung freigegeben.

Welche bekannten KI-Tools wir bewusst weglassen

Einige Tools tauchen in fast jeder Liste auf, passen aber nicht gut zu Einsteiger:innen, die im Unternehmen mit dem Smartphone filmen:

  • Sora (OpenAI): wird eingestellt, siehe oben.
  • Captions: Die App gehört inzwischen zur Firma Mirage. Die Gratis-Version enthält keine KI-Funktionen mehr, KI-Untertitel gibt es erst ab 24,99 $ im Monat. Edits und Premiere Mobile können das kostenlos.
  • Descript: stark beim Schnitt über das Transkript, aber auf Computer ausgelegt. Seit September 2025 wird nach Medienminuten und KI-Credits abgerechnet, was den Überblick über die Kosten erschwert.
  • HeyGen und Synthesia: erstellen Videos mit KI-Avataren. Das passt nicht zu dem Ansatz, selbst vor der Kamera zu stehen, und fällt in vielen Fällen unter die Kennzeichnungspflicht.
  • Runway, Kling und Pika: Videogeneratoren mit Preisen in US-Dollar und ohne Smartphone-Ablauf. Bei Kling räumt man dem Anbieter Kuaishou zudem eine Lizenz zum KI-Training ein, und Gratis-Inhalte sind öffentlich.

Wer tiefer einsteigen will: Im Buch „Smartphone-Videos für Social Media im Arbeitsalltag" geht ein eigenes Kapitel darauf ein, wofür KI im Video-Alltag taugt und wo du besser selbst Hand anlegst.

Häufige Fragen

Welche KI erstellt kostenlos Untertitel auf Deutsch?
Auf dem Handy die Schnitt-Apps Edits von Meta und Adobe Premiere Mobile. Beide erzeugen automatische Untertitel auf Deutsch, ohne Abo. Edits kann seit Juli 2026 außerdem zweisprachige Untertitel, zum Beispiel Deutsch und Englisch gleichzeitig. Lies die Untertitel vor dem Posten trotzdem einmal komplett durch, weil Namen und Fachbegriffe oft falsch erkannt werden.
Darf ich CapCut für Firmenvideos nutzen?
Verboten ist es nicht. Seit Juni 2025 räumt sich der Anbieter laut Fachberichten aber eine unbefristete, weltweite und unwiderrufliche Lizenz an hochgeladenen Inhalten ein, auch an Entwürfen, Gesichtern und Stimmen. Für Videos mit Mitarbeitenden oder Kund:innen raten wir deshalb zu Edits oder Premiere Mobile, die die gleichen Grundfunktionen kostenlos bieten.
Muss ich Videos kennzeichnen, die ich mit KI bearbeitet habe?
Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Wer KI-generierte oder manipulierte Bilder, Audios oder Videos veröffentlicht, die reale Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt darstellen (sogenannte Deepfakes), muss das klar und wahrnehmbar offenlegen, spätestens beim ersten Kontakt. Wenn du selbst vor der Kamera stehst und mit deiner eigenen Stimme sprichst, entsteht kein solcher KI-Inhalt. Diese Antwort ist keine Rechtsberatung.
Kann ich OpenAI Sora noch für Videos nutzen?
Nein, darauf solltest du nicht mehr setzen. OpenAI hat am 24. März 2026 angekündigt, die Sora-App und die Sora-Schnittstelle für Entwickler einzustellen. In Deutschland nutzbar sind zum Beispiel Google Veo im Gemini-Abo und Adobe Firefly.
Was kostet ChatGPT, Gemini oder Claude für Videoskripte?
Alle drei haben eine kostenlose Version, die für Ideen und Rohskripte reicht. Die Bezahlversionen kosten in Deutschland etwa 21 bis 23 Euro im Monat: ChatGPT Plus 22,99 Euro, Google AI Pro 21,99 Euro, Claude Pro rund 21 Euro (Stand Oktober 2026).
Darf ich mit Suno oder anderen KI-Musikgeneratoren Musik für Firmenvideos erstellen?
Das Landgericht München I hat am 31. Juli 2026 im Verfahren der GEMA gegen Suno entschieden, dass das Training mit geschützten Songs eine unzulässige Vervielfältigung war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Solange die Lage offen ist, sind lizenzierte Musikbibliotheken für Unternehmen der sicherere Weg.

Quellen und Stand

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